Weiterbildungen
Qualitätssicherung durch Fortbildung
Gästeführer Manfred Linden (rechts) bei seinen Ausführungen zum Laacher See (Foto: Armin Küpper)
Februar-Fortbildung der Ahrtal-Gästeführer
Ahrtal-Gästeführer informieren sich über den Laacher See und den Vulkanismus in der Eifel
Ahrweiler: Auch in diesem Jahr werden bei den Weiterbildungen der Ahrtal-Gästeführer vielfältige Themen angeboten. So lud der gestandene Gästeführer Manfred Linden seine Kollegen und Kolleginnen zu einem spannenden Vortrag in das Haus der Schützen ein. Thema war der Laacher See und damit eng verbunden der Vulkanismus in der Eifel. Ein Thema, das nicht nur interessant für die Gästeführer ist, die Touren durch die Eifel anbieten.
Der Name des Sees resultiert aus dem gleichnamigen im Mittelalter gegründeten Kloster Laach. Der See ist das Ergebnis mehrerer Vulkanausbrüche. Beim 1. Ausbruch des Laacher See-Vulkans vor etwa 13.000 Jahren hat sich vermutlich durch zurücklaufende Lava der Vulkanschlot verschlossen. Der 2. Ausbruch (plinianische Eruption) des Laacher See Vulkans war der heftigste. Der 3. Ausbruch glich dann wieder dem 1. Ausbruch.
Manfred Linden nannte viele Details zur Geschichte und Geografie des Sees. Der Seespiegel wurde zwei Mal um jeweils fünf Meter gesenkt. Dies geschah durch Ablauftunnel des damaligen Abtes Fulbert (12. Jahrhundert) und den zwischenzeitlichen Privateigentümer des Klosters, Delius (19. Jahrhundert). Bis dahin erfolgte die Wasserregulierung durch Verdunstung. Unterirdische Quellen sorgen für den Ausgleich des Wassers.
Am Ostufer findet man Mofetten. Mofetten sind Kohlendioxid, das aus erkaltetem Magma nach oben strömt. Kohlendioxid ist unsichtbar und geruchslos. Sichtbar wird es nur, wenn es durch Wasser nach oben kommt (Mofetten), so wie auch die Kohlensäure bei einer Sprudelflasche.
Das Kloster Maria Laach und der Laacher See ziehen alljährlich unzählige Besucher und Wanderer an. Dabei handelt es sich um eine wunderschöne Kombination aus Historie und Naturerlebnis. Sie sind ein Anziehungsmagnet für Besucher aus nah und fern. Die Gästeführer bedankten sich für die interessanten Ausführungen, die bei zukünftigen Reiseleitungen in diese Region Erwähnung finden werden.
Marina Zille 10.03.2025
Ahrtal-Gästeführer e.V.